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S U P P O R T     A L L G E M E I N
SUPPORT - ALLGEMEIN - WINDOWS 06.01.2005

S Y N C H R O N I S I E R E N   D E R   S Y S T E M Z E I T   M I T   E I N E M   N T P - S E R V E R

Wenn zeitkritische Anwendungen zur Anwendung kommen, ist eine korrekte Systemzeit von grosser Wichtigkeit. Aber auch für Durchschnittsuser kann die Systemzeit von Wichtigkeit sein, immerhin werden E-Mails mit der Uhrzeit und dem Datum des Systems versehen, mit dem sie verschickt werden. Auch die Zeiteinträge, die das Dateisystem vergibt, entstammen der inneren Uhr des Rechners. Während Abweichungen von einigen Sekunden sich in der Regel nicht unangenehm bemerkbar machen, können grössere Abweichungen, beispielsweise bei differenziellen Backups, zu Fehlern führen.
Dabei ist es ein Leichtes, sich einen Service, den das Web schon seit langem bietet, zu Nutze zu machen - das NTP-Protokoll.

Mit Tom Horsleys Freeware-Clinet NTPTime wird das regelmässige Aktualisieren der Systemzeit durch die präzisesten Uhren der Erde auch auf Win-Rechnern zur Selbstverständlichkeit. Da die Linux-Welt mit den Tools ´nptdate´ und ´ntpd´ bedient ist und auch Apple-User unter ´Datum und Uhrzeit´ die entsprechenden Einstellungen vornehmen können, möchten wir in der Folge auf das Windows-Programm näher eingehen.

Unter der Adresse http://home.att.net/~Tom.Horsley/ntptime.html kann das Tool herunter geladen werden.

Nachdem man das zip-File in ein Verzeichnis entzippt hat, ruft man die Batch-Datei ´ntpquick.bat´ auf, welche die benötigten Dateien ins Verzeichnis \SYSTEM der Windows-Installation kopiert. Danach muss (etwas umständlich) das Control Panel ´ntptime.cpl´ ins \SYSTEM32-Verzeichnis kopiert und dort einmal (durch Doppelklick) aufgerufen werden, damit NTPTime in der Systemsteuerung verfügbar wird. (Unter Windows XP kann ein zusätzlicher Registry-Eintrag nötig werden, wenn die Systemsteuerung nicht im ´klassischen´ Modus läuft. Näheres erfahren auf der Site des Entwicklers).

Unter den "kleinen" Windows-Versionen (95/98/ME) kann eine Verknüpfung mit ´ntptime.exe´ im Autostart-Ordner angelegt werden, damit das Programm automatisch beim Hochfahren gestartet wird.

Unter Win2000/XP läuft NTPTime als Service, den man auf der Kommandozeile mit ´ntptime.exe -install´ zuerst installieren und danach mit ´net start ntptime´ einmal manuell aufrufen muss. Danach startet der Service bei jedem Hochfahren des Systems automatisch.

Da das Programm jetzt installiert ist, kann man sich an die Einstellungen machen. Wie zuvor beschrieben, sollte NTPTime nun in der Systemsteuerung verfügbar sein und dort aufgerufen werden können.

Das erste Register beinhaltet die NTP-Server-Adressen. Es sollten hier zumindest 2 NTP-Server angegeben werden, damit bei Ausfällen Alternativen bestehen. Es ist von Vorteil, die DNS-Namen zu verwenden, da sich die IP´s ändern können. Folgende Server stehen beispielsweise frei zur Verfügung: swisstime.ethz.ch, ntp0.fau.de, ntp1.fau.de, ntp3.fau.de, ntp4.fau.de
Hier finden Sie Listen mit weiteren NTP-Servern: Stratum1 - Stratum2
Einige Server sind frei zugänglich, andere sind auf Gebiete oder Personenkreise eingeschränkt.

Im zweiten Register können die Aktualisierungs-Intervalle gesetzt werden. Hier sollten 24Std.-Frequenzen für die allermeisten Bedürfnisse ausreichend sein.

Die weiteren Register beinhalten diverse weitere Settings, die den Tüftlern unter uns vorbehalten sind.

Ihre Systemuhr wird von nun an nur noch um Sekundenbruchteile falschgehen.
Einen Haken hat die Sache allerdings: Es sollte nicht vergessen werden, dass die System-Batterie nach ein paar Jahren den Geist aufgibt. Während früher das zunehmende Falschgehen der Systemuhr als Indiz für eine defekte Stütz-Batterie genommen werden konnte, läuft man nun Gefahr, plötzlich von einer "BIOS-Error"-Fehlermeldung überrascht zu werden. Die Mainboard-Batterie sollte deshalb regelmässig erneuert werden.







 
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