HTML5 - ein Blick in die Zukunft
HTML wurde einst erfunden, um Dokumente zu gliedern und mit simpler Funktionalität zu versehen. Während in den Anfangsjahren des Webs Hyperlinks und eingebettete Grafiken für Furore sorgten, gieren moderne Websites und mobile Anwendungen nach immer mehr Interaktion und neuen Möglichkeiten in der Datenverarbeitung.
Aus diesem Grund entsteht HTML5.
Viele der neuen Standarts sind noch nicht definitiv vom W3C abgesegnet, was Browser-Hersteller und Webdesigner jedoch nicht davon abhält, die verfügbaren Techniken bereits heute breit einzusetzen.
Die Kernfeatures des neuen HTML
Wir möchten Ihnen die neuen Möglichkeiten kurz zusammenfassen.
Geolocation
Websites erhalten (mit Einwilligung der Benutzer) die Möglichkeit, Positionsdaten der Besucher zu erfassen und beispielsweise für das Ausliefern von standortbezogenen Inhalten zu nutzen.
Canvas-Objekt
Endlich wird es möglich, per Javascript direkt in sogenannte Canvas-Objekts zu zeichnen. In Kombination mit asynchronen Techniken, welche bereits aufgerufene Seiten ohne erneutes Laden mit neuen Daten versorgen können, lassen sich diese Techniken für realtime-Diagramme, Games und vieles mehr sinnvoll einsetzen.
CSS3
CSS erhält in Version 3, neben den berühmten runden Ecken, diverse neue Gestaltungsmöglichkeiten wie Fabverläufe und Schatten. Spaltensatz wird ebenso realisierbar wie transparente Objekte. Auch die neu eingeführten Selektoren für die Unterscheidung von verschiedenen Ausgabemedien wie Smartphones und TV-Geräten bieten Erleichterungen bei der Umsetzung von gerätespezifischen Layouts, welche bisher einen höheren Implementierungsaufwand verlangten.
ECMA-Script 5 / JavaScript
Der Javascript-Sprachkern erfährt eine dramatische Beschleunigung, da die Scripts vor der Ausführung kompilliert werden. Diverse neue Methoden erleichtern das Zusammenspiel mit den neuen APIs und werten JavaScript im Vergleich mit anderen Programmiersprachen insgesamt auf.
Audio und Video
Auch wenn in diesem Bereich das Tohuwabohu noch gross ist, weil sich die führenden Browser-Hersteller noch nicht auf ein gemeinsam unterstütztes Videoformat einigen konnten, zeichnen sich auch hier Lösungen ab, welche die bisherige Praxis des Einbindens eines Flash-Players in Zukunft ablösen werden.